Gruppe für Betroffene

„Geteiltes Leid ist halbes Leid“ sagt schon der Volksmund, doch dies ist in dem konkreten Fall nur ein Aspekt.
Gerade Menschen mit einer Suchtproblematik, seien sie direkt oder indirekt davon betroffen, leiden unter mehr als der Sucht. Sie befinden sich oft am Rande der Gesellschaft, manchmal in einer selbst gewählten Isolation, fürchten sich vor der Reaktion der Umwelt und fühlen sich ihrer Situation oft hilflos ausgeliefert. Verstärkend kommt hinzu, dass sie sich selbst die Schuld an der Situation geben, sich für die Situation schämen und demzufolge kaum Unterstützung und Verständnis von Außen erwarten. Sozialer Rückzug und Einsamkeit sind die Folge.

Ziel der Selbsthilfe
Ziel und Aufgabe der Selbsthilfegruppe ist es, Betroffenen und Angehörigen einen Rahmen zu bieten, an der sie Unterstützung in ihren durch die Sucht ausgelösten Sorgen und Nöten finden.
Durch intensive Gespräche und das Knüpfen neuer Beziehungen sowie die Möglichkeit, neue Sichtweisen zu erfahren, tragen die Selbsthilfegruppen dazu bei, einem Betroffenen einen Weg in ein Leben ohne Suchtstoffe zu ermöglichen.

Hier gilt das oberste Gebort: Hilfe zur Selbsthilfe
Die Gruppenteilnehmer helfen sich hier selbst, um somit auch anderen helfen zu können. Des weiteren helfen die Selbsthilfegruppen durch Öffentlichkeitsarbeit, auf die Gefahren der Sucht hinzuweisen, und geben Hinweise für einen verantwortungsvollen Umgang mit Suchtmitteln.